Sportwetten-Gewinne in der Schweiz: Steuerfreigrenze und Steuerpflicht

Updated Juli 2026
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Sportwetten Steuerfreigrenze Schweiz - Gewinne und Steuerpflicht erklärt

1 070 400 CHF. Diese Zahl sollte jeder Schweizer Sportwetter kennen, auch wenn die meisten sie nie erreichen werden. Es ist die Steuerfreigrenze für Glücksspielgewinne in der Schweiz, gültig seit Januar 2025. Sportwetten Steuerfreigrenze Schweiz klingt nach einem trockenen Steuerthema – ist aber in der Praxis eine der grosszügigsten Regelungen in ganz Europa.

Ich beschäftige mich mit dem Thema, seit ein Bekannter mich fragte, ob er seinen Sportwetten-Gewinn von 4 000 CHF in der Steuererklärung angeben muss. Die Antwort hat ihn überrascht. Hier erkläre ich die Regelung im Detail und kläre, ob für Paysafecard-Gewinne besondere Regeln gelten.

Die Steuerfreigrenze: 1 070 400 CHF seit 2025

Seit dem 1. Januar 2025 sind Gewinne aus Geldspielen – darunter auch Sportwetten – bis zu einer Höhe von 1 070 400 CHF steuerfrei. Dieser Betrag wird periodisch an die Teuerung angepasst, weshalb er keine runde Zahl ist. Davor lag die Grenze bei 1 056 600 CHF – der Unterschied zeigt die Inflationsanpassung.

Die Freigrenze gilt pro Gewinn, nicht pro Jahr. Ein einzelner Sportwetten-Gewinn von 500 000 CHF ist steuerfrei. Zwei separate Gewinne von je 500 000 CHF sind ebenfalls steuerfrei – solange keiner der einzelnen Gewinne die Grenze überschreitet. Erst wenn ein einzelner Gewinn die 1 070 400 CHF übersteigt, wird der gesamte Gewinn (nicht nur der übersteigende Teil) steuerpflichtig.

Für die meisten Sportwetter ist die Steuerfreigrenze irrelevant, weil die üblichen Gewinne weit darunter liegen. Im Durchschnitt setzt jeder Schweizer Bürger 420 CHF bei Glücksspielen ein, von denen nur 291 CHF zurückfliessen. Die Gewinnmargen bei Sportwetten sind in der Praxis bescheiden – ein Gewinn von über einer Million CHF wäre ein aussergewöhnliches Ereignis.

Trotzdem ist die Kenntnis der Regelung wichtig, weil sie eine häufige Frage beantwortet: Muss ich meine Gewinne versteuern? Für fast alle Schweizer Sportwetter lautet die Antwort: Nein, solange kein einzelner Gewinn die Freigrenze überschreitet.

Ein Aspekt, der gerade für Systemwetter relevant ist: Bei einer Kombiwette mit mehreren Spielen ist der gesamte Gewinn ein einzelner Gewinn – nicht die Summe der Einzelwetten. Wer eine 10er-Kombi mit 50 CHF Einsatz gewinnt und 800 000 CHF kassiert, hat einen Gewinn von 800 000 CHF erzielt, nicht zehn Einzelgewinne. Solange dieser eine Gewinn unter 1 070 400 CHF liegt, ist er steuerfrei.

Die Regelung unterscheidet nicht nach Wettart. Live-Wetten, Pre-Match-Wetten, System- und Kombiwetten werden gleich behandelt. Auch die Sportart ist irrelevant – ob Fussball, Eishockey, Tennis oder eSports, die Steuerfreigrenze gilt einheitlich.

Steuerliche Behandlung von Gewinnen über der Freigrenze

Wer das seltene Glück hat, einen Sportwetten-Gewinn über 1 070 400 CHF zu erzielen, muss diesen als Einkommen versteuern. Der Gewinn wird in der Steuererklärung deklariert und unterliegt der ordentlichen Einkommenssteuer – Bundessteuer, Kantonssteuer und Gemeindesteuer.

Die effektive Steuerbelastung hängt vom Wohnkanton ab. In Kantonen mit hoher Steuerbelastung wie Genf kann die Grenzsteuer bei hohen Einkommen über 40 % liegen. In steuergünstigen Kantonen wie Zug oder Schwyz fällt die Belastung niedriger aus. Wer einen Millionengewinn erzielt, sollte in jedem Fall einen Steuerberater konsultieren, weil die Berechnung komplex ist und kantonale Unterschiede erheblich sind.

Ein Punkt, der oft missverstanden wird: Die Einsätze können als Gewinnungskosten abgezogen werden. Wer 100 000 CHF in Sportwetten investiert und 1 200 000 CHF gewinnt, versteuert nicht den Bruttogewinn, sondern den Nettogewinn abzüglich der nachgewiesenen Einsätze. Der Nachweis der Einsätze ist allerdings nur möglich, wenn man über Transaktionsbelege verfügt – ein Argument für die Nutzung eines myPaysafe-Kontos, das alle Transaktionen dokumentiert.

Was passiert, wenn man Gewinne nicht deklariert? Das Steueramt hat grundsätzlich keinen direkten Einblick in die Konten bei ausländischen Wettanbietern. Bei legalen Schweizer Anbietern wie Sporttipp werden Gewinne über der Freigrenze allerdings direkt an die Steuerbehörden gemeldet. Bei internationalen Anbietern liegt die Verantwortung beim Steuerpflichtigen. Nicht-Deklaration ist Steuerhinterziehung und wird bei Entdeckung mit Busse und Nachsteuer bestraft.

Gelten für Paysafecard-Gewinne besondere Steuerregeln?

Die klare Antwort: Nein. Die Zahlungsmethode hat keinen Einfluss auf die steuerliche Behandlung von Sportwetten-Gewinnen. Ob man mit Paysafecard, Kreditkarte, Banküberweisung oder E-Wallet einzahlt – der Gewinn unterliegt denselben Regeln.

Was die Paysafecard allerdings beeinflusst, ist die Nachweisbarkeit. Wer mit einem anonymen PIN einzahlt und keine Belege aufbewahrt, hat im Streitfall mit dem Steueramt weniger Dokumentation als jemand, der per Banküberweisung einzahlt und jeden Posten im Kontoauszug nachweisen kann. Das myPaysafe-Konto bietet hier einen Mittelweg: Es dokumentiert alle Transaktionen und kann als Nachweis dienen, ohne dass Bankdaten offengelegt werden müssen.

Mein Rat: Gewinne über einem persönlich festgelegten Schwellenwert dokumentieren. Ich mache ab 1 000 CHF einen Screenshot des Kontostands beim Wettanbieter. Nicht weil ich die Steuerfreigrenze jemals erreichen werde, sondern weil eine saubere Dokumentation bei jeder Behördenanfrage hilft – und weil sie kostenlos ist. Wer Paysafecard für Sportwetten nutzt, sollte zumindest die Kaufbelege der PINs aufbewahren, um die Einsätze im Bedarfsfall nachweisen zu können.

Die Steuerfreigrenze von 1 070 400 CHF ist eine der höchsten in Europa. In Deutschland sind Glücksspielgewinne generell steuerfrei, in Österreich greift eine ähnliche Freigrenze wie in der Schweiz. Für Schweizer Sportwetter ist die Situation komfortabel: Solange die Gewinne im üblichen Rahmen bleiben – und das tun sie bei der absoluten Mehrheit -, sind sie komplett steuerfrei.

Was viele Sportwetter nicht wissen: Die Steuerfreigrenze gilt auch für Gewinne, die bei nicht lizenzierten internationalen Anbietern erzielt werden. Das Steuerrecht unterscheidet nicht nach der Legalität des Anbieters, sondern nur nach der Höhe des Gewinns. Ein Gewinn von 500 000 CHF bei einem gesperrten internationalen Anbieter ist genauso steuerfrei wie ein Gewinn von 500 000 CHF bei Sporttipp – solange er unter der Freigrenze liegt.

Allerdings kann die Herkunft des Gewinns bei einer Steuerprüfung Fragen aufwerfen. Wer grosse Summen auf seinem Bankkonto deponiert, die nicht aus erklärbaren Quellen stammen, kann eine Nachfrage des Steueramts auslösen. In solchen Fällen hilft eine saubere Dokumentation: Screenshots des Wettkontos, Transaktionsbelege der Paysafecard-Einzahlungen und die Auszahlungsbestätigung des Wettanbieters. Diese Unterlagen beweisen, dass das Geld aus Sportwetten stammt und unter der Freigrenze liegt.

Muss ich Sportwetten-Gewinne unter 1 070 400 CHF in der Steuererklärung angeben?

Nein. Gewinne aus Geldspielen, die unter der Steuerfreigrenze von 1 070 400 CHF pro Einzelgewinn liegen, sind steuerfrei und müssen nicht in der Steuererklärung deklariert werden. Die Zahlungsmethode – ob Paysafecard, Kreditkarte oder Banküberweisung – spielt dabei keine Rolle.

Unterscheidet das Steueramt zwischen legalen und nicht-legalen Wettgewinnen?

Steuerrechtlich sind alle Glücksspielgewinne gleich zu behandeln, unabhängig davon, ob sie bei einem lizenzierten Schweizer Anbieter oder bei einem internationalen Buchmacher erzielt wurden. Die Steuerfreigrenze gilt in beiden Fällen. Allerdings melden legale Schweizer Anbieter Gewinne über der Freigrenze direkt an die Steuerbehörden.

Erstellt von der Redaktion von „Paysafecard Wetten“.