eCash im iGaming: Welchen Marktanteil hat Paysafecard weltweit?

15 Prozent. Das ist die Zahl, die den globalen Anteil von eCash am iGaming-Zahlungsverkehr beschreibt – und sie ist grösser, als die meisten erwarten. eCash iGaming Marktanteil Paysafecard ist ein Thema, das zeigt, warum Prepaid-Zahlungen trotz E-Wallets, Kreditkarten und Kryptowährungen nicht nur überlebt haben, sondern wachsen.
Bruce Lowthers, CEO von Paysafe, beschreibt den typischen eCash-Nutzer als jemanden, der den sicheren und nahtlosen Übergang von Bargeld zur digitalen Spielwelt sucht und schnellen Zugang zu seinen Gewinnen schätzt. Diese Beschreibung trifft auf einen erheblichen Teil der Sportwetter zu, die ich in meiner Praxis kennengelernt habe.
Rund 15 Prozent: eCash-Anteil am globalen iGaming-Zahlungsverkehr
Letztes Jahr habe ich auf einer Branchenkonferenz einen Vortrag über Zahlungsmethoden im iGaming gehört. Der Referent zeigte eine Folie mit der Zahlungsverteilung: 27 % Pay-by-Bank, 25 % digitale Geldbörsen, 17 % eCash, der Rest verteilt auf Kreditkarten und andere Methoden. Die 17 % eCash-Anteil bei den Spielerpräferenzen decken sich mit dem geschätzten Marktanteil von rund 15 % am gesamten Zahlungsvolumen.
Was bedeutet „eCash“ in diesem Kontext? Es umfasst alle Prepaid-Methoden, bei denen ein Code oder Voucher gekauft und digital eingelöst wird – Paysafecard ist die bekannteste Marke, aber auch CashtoCode, Neosurf und ähnliche Produkte zählen dazu. Paysafecard dominiert in Europa, während andere eCash-Anbieter in Asien und Lateinamerika stärker vertreten sind.
Der globale Online-Gambling-Markt wird 2025 auf 91,63 Milliarden Dollar geschätzt, mit einem Wachstumspfad auf 168,71 Milliarden Dollar bis 2031. 15 % von 91 Milliarden Dollar sind rund 13,7 Milliarden Dollar – das ist der geschätzte eCash-Anteil am globalen iGaming-Zahlungsverkehr. Für ein Segment, das von manchen als Nische abgetan wird, ist das eine beeindruckende Summe.
In Europa liegt der eCash-Anteil teilweise über dem globalen Durchschnitt. Das hat historische Gründe: Paysafecard wurde in Wien gegründet und hat in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ihre stärkste Basis. In diesen Märkten ist die Markenbekanntheit hoch, das Verkaufsstellennetz dicht und die Akzeptanz bei Wettanbietern breit.
Ein Vergleich mit anderen Zahlungskategorien verdeutlicht die Position: Pay-by-Bank (Banküberweisungen, Sofortüberweisungen) liegt mit 27 % an der Spitze der Spielerpräferenzen. Digitale Geldbörsen wie Skrill, Neteller und PayPal folgen mit 25 %. eCash belegt mit 17 % den dritten Platz. Kreditkarten und sonstige Methoden teilen sich den Rest. Die Rangfolge variiert je nach Region, aber die Grundstruktur ist global ähnlich. Was auffällt: eCash liegt überraschend nah an den E-Wallets, obwohl es funktional eingeschränkter ist – keine Auszahlung, keine Kontoverwaltung. Das zeigt, wie stark die Vorteile Anonymität und Budgetkontrolle gewichtet werden.
Was das Wachstum von eCash im Sportwetten-Segment treibt
Sportwetten machen in Europa 53,62 % der gesamten Online-Gambling-Umsätze aus – das grösste Einzelsegment. Und genau in diesem Segment wächst eCash am stärksten. Drei Faktoren treiben das Wachstum.
Erstens: Anonymität. Sportwetter schätzen die Möglichkeit, ohne Offenlegung von Bankdaten einzuzahlen. In einer Zeit, in der Datenlecks regelmässig Schlagzeilen machen, ist das ein realer Vorteil, nicht nur ein Marketingversprechen. Paysafecard-PINs hinterlassen beim Wettanbieter keine finanziellen Spuren – und das zieht Nutzer an, die ihre Privatsphäre ernst nehmen.
Zweitens: Budgetkontrolle. Prepaid funktioniert wie ein Umschlag-System: Man legt vorher fest, wie viel man ausgeben will, und kann diesen Betrag nicht überschreiten. In einem Segment, in dem Impulskontrolle eine echte Herausforderung sein kann, ist das ein struktureller Vorteil gegenüber Kreditkarten.
Drittens: Zugänglichkeit. Nicht jeder hat ein Bankkonto, nicht jeder will eine Kreditkarte für Sportwetten verwenden, und nicht jeder will ein E-Wallet-Konto eröffnen. Paysafecard senkt die Eintrittshürde auf ein Minimum: Kiosk, Bargeld, PIN, fertig. Gerade in Märkten mit hoher Bargeldaffinität – und die Schweiz gehört dazu – ist das ein Treiber.
eCash-Nutzung in der Schweiz: Einordnung im europäischen Vergleich
Die Schweiz ist kein typischer europäischer Markt – und das gilt auch für die eCash-Nutzung. Das Geldspielgesetz beschränkt den regulierten Markt auf Sporttipp und Jouez Sport, die beide keine Paysafecard akzeptieren. Die eCash-Nutzung bei Sportwetten findet daher ausschliesslich bei internationalen Anbietern statt, die den Schweizer Markt bedienen, ohne eine Schweizer Lizenz zu besitzen.
In Deutschland – dem grössten deutschsprachigen Markt – ist Paysafecard bei vielen lizenzierten Anbietern verfügbar. Das LUGAS-System (Länderübergreifendes Sperrsystem) hat die Zahlungsabwicklung dort allerdings verkompliziert, was einige Anbieter dazu veranlasst hat, Paysafecard als Einzahlungsmethode einzuschränken. In Österreich ist die Nutzung ähnlich wie in der Schweiz: stark im internationalen Markt, begrenzt im regulierten Segment.
Europa insgesamt hält 56,9 % des globalen Online-Gambling-Umsatzes. Der eCash-Anteil in diesem Markt ist mit rund 15 % stabil, aber die Dynamik variiert nach Land. In Märkten mit starker Bargeldkultur und hohen Datenschutzbedenken – wie der DACH-Region – liegt der Anteil über dem Durchschnitt. In Märkten mit dominanter Kreditkartenkultur – wie Grossbritannien – liegt er darunter.
Für Schweizer Paysafecard-Nutzer ist die Einordnung klar: Sie gehören zu einer globalen Nutzerbasis, die wächst und die von einem Konzern mit strategischem Fokus auf iGaming bedient wird. Der Schweizer Markt ist dabei ein Sonderfall mit regulatorischen Besonderheiten, aber die Zahlungsinfrastruktur ist dieselbe wie in jedem anderen europäischen Land.
Was die Zukunft des eCash-Marktanteils betrifft: Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Prepaid-Zahlungen ihren Anteil halten können oder ob die zunehmende Digitalisierung – Account-to-Account-Zahlungen, Mobile Wallets – den Anteil reduziert. Meine Einschätzung: eCash wird nicht verschwinden, aber seine Rolle wird sich verschieben. Vom Hauptzahlungsmittel für manche Nutzer zum Ergänzungsmittel für viele – eine Methode, die man dann einsetzt, wenn Anonymität und Budgetkontrolle gefragt sind, nicht für jede Alltagstransaktion.
Für Paysafecard-Nutzer in der Schweiz ist die eCash-Marktposition eine Bestätigung: Man nutzt kein Nischenprodukt, sondern ein global etabliertes Zahlungsmittel mit 15 % Marktanteil im grössten digitalen Entertainment-Segment der Welt. Das gibt Sicherheit in einer Branche, die sich ständig wandelt – und es zeigt, dass der 16-stellige PIN noch lange nicht ausgedient hat.
Für Paysafecard-Nutzer, die sich für die Hintergründe des Zahlungsmarkts interessieren, sind die Marktanteilsdaten eine Bestätigung ihrer Wahl: eCash ist keine Nische, sondern ein etabliertes, wachsendes Segment im grössten digitalen Entertainment-Markt der Welt. Und Paysafecard als dominierende eCash-Marke in Europa steht im Zentrum dieses Marktes – mit einer Infrastruktur, die vom Wiener Kiosk bis zum globalen iGaming-Ökosystem reicht.
Wächst der eCash-Marktanteil im iGaming oder schrumpft er?
Der eCash-Marktanteil im iGaming ist stabil bei rund 15 % und zeigt in bestimmten Segmenten Wachstum. Das eCash-Geschäft von Paysafe wuchs 2025 um 37 % bei Online-Shops. Im Sportwetten-Segment bleibt die Nachfrage nach anonymen Prepaid-Zahlungen konstant hoch.
Warum bevorzugen manche Sportwetter Prepaid gegenüber Kreditkarten?
Die Hauptgründe sind Anonymität (keine Bankdaten beim Wettanbieter), Budgetkontrolle (nur der vorher gekaufte Betrag kann ausgegeben werden) und Zugänglichkeit (kein Bankkonto oder Kreditkarte erforderlich). Für viele Nutzer ist auch die Trennung zwischen Bankkontoauszug und Wettaktivität ein relevanter Faktor.
Erstellt von der Redaktion von „Paysafecard Wetten“.